Was macht ein Plattenleger für Naturstein?
Natursteinplatten sind aus natürlichem Gestein wie Granit, Gneis, Marmor, Kalkstein oder Schiefer gesägte Platten, die für Böden, Wände, Treppen und Aussenflächen verlegt werden; ihre Bearbeitung regelt in der Schweiz die Norm SIA 246.
Jeder Naturstein ist ein Einzelstück: Farbe, Aderung und kleine Einschlüsse variieren von Platte zu Platte. Das macht den Reiz aus, verlangt aber Erfahrung bei Auswahl, Sortierung und Verlegung. Ein Plattenleger mit Natursteinerfahrung legt die Platten vor dem Verlegen aus, damit das Gesamtbild stimmt.
Gesteine verhalten sich sehr unterschiedlich. Kalkstein und Marmor sind säureempfindlich: Die Reinigungsanleitung von Ceruniq warnt, dass saure Reiniger auf Zitronen- oder Essigsäurebasis solche Beläge und Zementfugen angreifen. Granit und Gneis sind härter und robuster, Schiefer ist spaltrau und je nach Sorte empfindlich gegenüber Schlag. Manche hellen Steine verfärben sich, wenn sie mit ungeeigneten Mörteln verlegt werden.
Neben importierten Sorten werden in der Schweiz auch einheimische Steine verlegt, etwa Gneise aus dem Tessin oder Quarzit aus Vals. Für Natursteinarbeiten gilt die Norm SIA 246; für Nassbereiche gibt der Naturstein-Verband Schweiz das Merkblatt «Naturstein im Nassbereich – Duschen» heraus. Klären Sie bei Duschen und Aussenflächen früh, ob der gewählte Stein dafür geeignet ist.
Kosten und Abrechnung
Naturstein wird wie Keramik pro Quadratmeter oder Laufmeter verrechnet, ist aber meist aufwendiger: Sortieren, Schneiden harter oder empfindlicher Steine, besondere Kleber und Imprägnierung. Bei Treppen und Massteilen wird oft pro Stück abgerechnet. Der grösste Kostenfaktor ist häufig der Stein selbst; je nach Sorte, Herkunft und Oberflächenbearbeitung schwanken die Preise stark.