Verbundabdichtung
Auch: Abdichtung im Verbund, AIV, Flüssigabdichtung
Eine Verbundabdichtung ist eine flüssig oder als Bahn aufgebrachte Abdichtung direkt unter einem im Dünnbett verlegten Platten- oder Natursteinbelag, die Untergrund und Bauteile vor eindringendem Wasser schützt.
Platten und Fugen sind auch bei wasserundurchlässigem Material nicht wasserdicht. Die Verbundabdichtung liegt deshalb unter dem Belag und wird mit ihm verklebt – daher der Name. Verwendet werden flexible mineralische Dichtschlämme, Polymerdispersionen, Reaktionsharze oder Abdichtungsbahnen, ergänzt durch Dichtbänder in Ecken und Manschetten an Rohrdurchführungen.
Planung und Ausführung in Innenräumen regelt die Norm SIA 271/1. Das Merkblatt von Ceruniq zu Verbundabdichtungen verlangt, Böden in wasserbelasteten Räumen vollständig und spritzwasserbelastete Wandbereiche raumhoch abzudichten. Flüssige Abdichtungen werden in mindestens zwei Arbeitsgängen aufgebracht.
Wer ein Bad saniert, sollte die Abdichtung in der Offerte als eigene Position sehen. Betriebe für Abdichtung und Badsanierung finden Sie über die Übersicht der Leistungen.